Der Erde und dem Leben treu bleiben

Wir gärtnern. Wir gärtnern aus Leidenschaft. Wir gärtnern so, dass es allen gut geht. Da sehen wir uns an erster Stelle, dann natürlich die Pflanzen und Tiere in unserem Garten - wir sehen aber auch die Menschen, Tiere und die Natur, die an der Herstellung von Saatgut und Düngern beteiligt sind. Wir achten darauf möglichst nur biologisch erzeugtes Saatgut zu verwenden, was sortenrein ist und welches wir auch selbst vermehren können. Wir wollen keine Genmanipulation und Hybride im Garten. Denn sonst könnten wir ja auch das normale Supermarktgemüse kaufen und bräuchten es nicht anbauen oder? ;) Genauso setzen wir keinen Dünger ein. Also zumindest keinen künstlichen. Das wäre ja dann industrielle Landwirtschaft mit all ihren Folgen - nur im Kleinen. Und wir sind der Meinung, dass das auf Dauer nicht funktionieren kann. Düngen tun wir allerdings schon: mit Jauche, Bokashi und Mulchmaterial aus dem Wald. 

Was wir in den einzelnen Monaten so im Garten treiben, lässt sich ganz gut mit dem phänologischen Ansatz erklären. 

Der Phänologische Ansatz

Beim Gärtnern mit dem phänologischen Kalender wird ganz schlicht mit den Erscheinungen der Natur gegärtnert. Nun sind diese aber von Jahr zu Jahr verschieden und genau deshalb macht dieser Ansatz Sinn. So blüht der Holunder im Norden Deutschlands manchmal Ende Mai und im nächsten Jahr vielleicht erst Mitte Juni. So wie jedes Jahr, hat jede Region ihren eigenen Charakter. 

Der phänologische Kalender teilt das Jahr also in die Erscheinungen in der Natur ein. Es gibt keine festgelegten Phasen sondern zehn Phasen. 

 

 

Vorfrühling

Der Vorfrühling lässt sich mit 38 Tagen von Mitte Februar bis Mitte/Ende März einordnen. Er ist gekennzeichnet durch die Blüte von Schneeglöckchen, Haselnuss, Krokus, Scharbockskraut, Weidenkätzchen, sowie dem ersten Austrieb der Brennnesseln. 

 

Was es im Vorfrühling an ersten Gartenarbeiten zu tun gibt, erfährst du hier.

 

 

Erstfrühling

Der Erstfrühling geht circa von Ende März bis Ende April und dauert rund 35 Tage. Diese Phase beinhaltet die Blüte der Forsythie, Schlüsselblume, des Buschwindröschens, Kirschbaums und die Wiesen werden grün. 

 

Was es im Erstfrühling zu tun gibt, erfährst du hier.

Vollfrühling

Meist ist der ganze Mai dem Vollführung zuzuordnen. In diesen 30 Tagen blüht das Schellkraut, die Apfelbäume, der Flieder und Löwenzahn. Bei der Buche und der Fichte zeigen sich die ersten Austriebe von Laub.

 

Was es im Mai zu tun gibt, kannst du hier nachlesen. 

Frühsommer

Während dieser 23 Tage, beginnend Ende Mai, Anfang Juni, blüht der Holunder sowie die Sommerlinde und die Erdbeerernte beginnt. 

 

Was es alles im Frühsommer zu tun gibt, erfährst du hier

Hochsommer

Die Phase des Hochsommers umfasst circa 45 Tage um den Juni und Juli rum, teils bis Anfang August. 

In dieser Zeit blüht nun auch in rauen Lagen die Sommerlinde, sowie die Wegwarte und die Johannisbeeren werden geerntet, ebenso wie das Heu. 

 

Im Hochsommer gibt es folgendes zu tun. 

Spätsommer

Der Spätsommer umfasst den August mit der Getreideernte, der beginnenden Obsternte und z.B. die Blüte der Herbstanemonen. 

 

Was es im August zu tun gibt, erfährst du hier

Frühherbst

Der Frühherbst mit rund 25 Tagen beginnt meist Ende August und überdauert den September. In dieser Phase kannst du Holunderbeeren ernten, sowie Birnen, Äpfel, Hagebutten und der Kornelkirsche. Die Haselnüsse beginnen in dieser Zeit auch zu reifen. 

Vollherbst

Der Vollherbst von Ende September bis Ende Oktober beinhaltet die Ernte der Quitten, der späten Zwetschgen, der Walnüsse. Die Eicheln und Rosskastanien werden reif und es beginnt der Laubabfall. 

 

Auch im Vollherbst gibt es noch etwas im Garten zu tun. Was genau, liest du hier

Spätherbst

Der relativ kurze Spätherbst bis Mitte, Ende November beinhaltet den vollständigen Laubabfall.

 

Die Gartenarbeiten für den Spätherbst findest du hier

Kommentare: 0